BACK TO CANADA BLOG #1
Ein Wagnis in mehreren Akten

17.01.2021

Das Öffnen der Flugzeugtüre einer portugiesischen Airline läutete am 19.12.2019 am Zürcher Flughafen das Ende eines unvergesslichen Jahres ein, in welchem wir durch die USA und Canada getourt sind. Wenn man diese Flugzeugtüre stellvertretend für einen Geburtskanal nimmt, war es die Geburt in eine Zeit, auf die wir rückblickend in der Form gerne verzichtet hätten. Natürlich haben wir es sehr genossen, wieder Zeit mit unseren schmerzlich vermissten Liebsten zu verbringen. Aber das dunkelschwarze Tuch mit dem eingestickten "C" darin legte sich seither schwer über unser Gemüt und drohte, Stück für Stück unsere Hoffnungen, Träume und Ziele unter sich zu begraben. Ziemlich genau 400 Tage ist es nun her, seit besagtem Tag mit der portugiesischen Flugzeugtüre und es ist höchste Zeit, sich wieder von diesem Tuch zu befreien, bevor es noch den letzten Funken Abenteuerlust in uns erstickt. Denn die Hoffnung auf ein baldiges und natürliches Ende dieser Situation haben wir mittlerweile weitgehend aufgegeben. Die nächste Mutation ist bereits unterwegs und die Gefahr ist gross, dass von nun an sämtliche Viren, egal in welcher Form, die hypersensibilisierte Menschheit in Angst und Schrecken versetzen. Und worin das gipfeln kann, sieht man gut an all den Menschen, die sich alleine und maskiert in's Auto setzen oder als Postkutscheräuber verkleidet durch die freie Natur radeln oder spazieren. Es liegt uns wirklich fern, sich über Menschen lustig zu machen, die Angst vor bestimmten Dingen oder Situationen haben. Auch wir haben da sicher das eine oder andere Kinkerlitzchen im Oberstübchen. Doch während die meisten Phobien in der Regel nur den Wirt beeinträchtigen und dazu nur schwer übertragbar sind, erlebt die Mysophobie gerade einen richtigen Boom und scheint in höchstem Masse ansteckend zu sein. Mehr, als es dieser oder der nächste Virus vermutlich je sein wird. So könnten wir nun entweder abwarten und hoffen, dass wir uns mit dieser Einschätzung kolossal geirrt haben oder das Heft, soweit möglich, wieder selbst in die Hand nehmen. Letztere Variante hat uns stets gute Dienste geleistet und wir möchten auch jetzt daran festhalten.

So geht es für uns also morgen los. Wir starten zu einem Trip in mehreren Akten, der uns nach rund 1000km mit unserem Gespann, ebenso vielen mit der Bahn, einem Sprung mit dem Flieger nach Mexico und 2 Wochen später in die USA bringen sollte. Vom Endziel Canada, welches aufgrund der Grenzschliessung momentan noch in weiter Ferne scheint, mal ganz abgesehen. Aber auch so hat der Plan aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen schon genug Ecken und Kanten und es würde schon fast an ein kleines Wunder grenzen, wenn wir völlig entspannt und ausgeruht in 3 Wochen am Hafen von Charleston (South Carolina) unser Gespann in Empfang nehmen und zu unserem 2. USA Reiseabenteuer aufbrechen könnten. Aber Wunder geschehen jeden Tag und wenn nicht, kann man ihnen manchmal mit etwas Willenskraft, Kreativität und Spontanität auf die Sprünge helfen.

Zur besseren Veranschaulichung der geplanten Übersiedlung, haben wir euch den gesamten Trip, mit all seinen Stationen und Tücken, hier in einem kurzen Video auf unserem YouTube Kanal zusammengefasst. Den Corona-Test vor dem Abflug in die USA und die darauffolgende 10-Tages-Quarantäne muss man sich zusätzlich mit reindenken. Denn diese neue Verordnung kam "leider" erst nach der Fertigstellung des Filmes an's Licht. Hier geht's für euch direkt zum Film.


Ihr seht, es bleibt auf jeden Fall spannend! Und natürlich nehmen wir euch gerne wieder mit auf dieses Abenteuer. So gut es die Umstände zulassen (und möge die Internetverbindung mit uns sein), werden wir euch dabei regelmässig in Ton, Bild und Schrift auf dem Laufenden halten. Wer noch nicht hat, kann sich unseren Newsletter abonnieren um garantiert nichts zu verpassen (Click & Scroll down)!

So .... und damit verabschieden wir uns für's Erste von euch. Hoffentlich gibt es bald die ersten „Good News“ zu vermelden.

Bis bald Freunde! Es herzen euch ...

Home on Wheels - Martin, Amy, Lynn & Jamie