Wohnmobilkauf in den USA

In diesem Blogbeitrag möchten wir dir unsere Erfahrungen beim Kauf unseres Wohnmobils in Amerika mit an die Hand geben. 

In der Vorbereitungsphase unserer Reise, haben wir uns viele Gedanken darüber gemacht was für uns der beste Weg wäre, um in Amerika und Canada herum zu reisen. Schnell waren wir uns einig, dass das Wohnmobil für uns die beste Art war um flexibel und möglichst autark unterwegs zu sein. Für uns boten sich drei Möglichkeiten an.

  • ein Wohnmobil hier in Europa kaufen und Verschiffen
  • ein Wohnmobil in Amerika Langzeitmieten
  • ein Wohnmobil in Amerika kaufen

Nachdem wir uns auf unzähligen Webseiten informiert hatten und zum Teil sehr widersprüchliche Informationen zu dieser Thematik gefunden hatten, entschieden wir uns für die dritte Variante. Wir wollten ein Wohnmobil in Amerika kaufen. Trotz der vielen Bedenken die wir gegenüber unserem Vorhaben fast täglich zu hören bekamen, waren wir davon überzeugt, dass unser Plan am Ende aufgehen würde. Und so war es dann auch.

Wir haben uns in einem Airbnb in der Nähe von Tampa niedergelassen und gingen von dort aus auf Wohnmobilsuche. Nachdem wir bei Lazydays, Campingworld und RV One kein passendes gebrauchtes Wohnmobil in dem von uns gesteckten Preisrahmen gefunden hatten, sind wir dann doch noch, bereits am ersten Tag, bei Gerzeny’s auf unser Traumwohnmobil gestossen. Wir waren selber überrascht wie schnell wir fündig geworden sind. Mit der Firma Gerzeny’s hatten wir wirklich den Jackpot gelandet. Unser Verkäufer war unglaublich hilfsbereit und hat uns nach kurzer Rücksprache mit seinem Vorgesetzten verkündet, dass wir sogar ihre Adresse benutzen dürfen um das Wohnmobil einlösen zu können. Zudem boten sie uns an, unsere Post, welche zu Ihnen kommen würde, uns weiterzuleiten. Wow, das positive Denken hatte genützt und wir waren sehr dankbar dafür!

Die wichtigste Voraussetzung um ein Wohnmobil in Amerika zu kaufen ist eine US-Adresse. Ohne die läuft gar nichts. Vergesst die US-Driver Lizenz, die braucht man nicht zwingend, aber eine amerikanische Adresse schon. Man braucht sie beim Einlösen des Fahrzeuges und für die Fahrzeugversicherung. Es genügt jedoch, wenn man eine Adresse von einem Bekannten oder von einem Händler angibt. In Amerika gibt es keine behördliche Anmeldung wie bei uns. Wenn man in Amerika ein Wohnmobil kauft, bekommt man vom Händler ein provisorisches Nummernschild, welches 4 Wochen gültig ist. Das war bei uns auf jedenfalls so. Mit diesem „Kartonschild“ kann man ohne Probleme unterwegs sein. Nach ca. zwei Wochen wird dann das richtige Nummernschild an die angegebene Adresse gesendet. Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits unterwegs und waren dann sehr dankbar, dass uns der Händler das Schild, an einen von uns angegebenen Campingplatz, sendete. Bis jetzt also alles ziemlich easy und ohne grossen Aufwand zu bewältigen. Der nächste wichtige Punkt ist aber noch die Fahrzeugversicherung. Man muss dem Händler eine gültige Versicherungspolice vorweisen können um das Fahrzeug einzulösen. Wir hatten im Vorfeld bereits einige Anbieter ins Auge gefasst, welche laut verschiedener Berichte auch mit nicht US-Bürgern eine Versicherung abschliessen. Wir hatten viel Positives über die Versicherung Progessiv gelesen, und dachten eigentlich dass das kein Problem werden würde. Nach dem ersten Telefonat mit dem Agent, war jedoch klar, dass es nicht klappte. Wir hatten den Fehler gemacht und erzählt, dass wir in dem Wohnmobil leben werden. Tu es nicht! Wie sagt man so schön, aus Fehlern lernt man und so liessen wir dass beim zweiten Telefonat mit dem Agenten von Good Sams schön bleiben. Und siehe da, es klappte ohne Probleme. Alles wird direkt am Telefon besprochen und so hat man (gute Englischkenntnisse sind nötig) in weniger als einer halben Stunde eine Fahrzeugversicherung abgeschlossen und diese dann auch gerade direkt schon am Hörer über Kreditkarte bezahlt. Die Police wird per Mail gesendet und ist für den Händler somit schnell bereit. Wir können im Nachhinein sagen, dass wir mit der Versicherung zufrieden waren, müssen aber fairerweise sagen, dass wir sie auch nie benötigt hatten.

Was wir dir auch gerne etwas genauer erläutern möchten, ist die Preispolitik beim Kauf eines Wohnmobiles bei einem Händler. Grundsätzlich gilt: Der Preis ist verhandelbar und auf den angeschriebenen Preis muss immer noch die in dem Staat geltenden Taxen dazu gerechnet werden. Bei uns waren das in Florida 6% Taxes. Verhandeln sollte man unbedingt und grundsätzlich würden wir sagen, dass man ca. 10% Preisnachlass rausholen kann. Der Händler versucht einem noch dies oder jenes Sonderpacket schmackhaft zu machen um den Preis in der Höhe zu halten, aber mit viel Geduld wird er bestimmt auf das Angebot eingehen. 

Wie gesagt, dies sind unsere persönlichen Erfahrungen welche wir im Januar 2019 in Florida gemacht haben. Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir genügend Mut hatten diesen Schritt zu wagen, und dass alles so reibungslos funktioniert hat.



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