Florida, Utah

USA

Was für ein fantastisches Land und was für wunderbare Menschen wir auf unserer Reise kennenlernen durften! Dafür sind wir mehr als dankbar - oder wie der Amerikaner sagen würde: "We're blessed!"

Unsere USA-Reise 2019

Florida bis Californien

Am 10. Januar 2019 starteten wir zu unserem grossen Abenteuer. Mit einer Mischung aus Neugierde und Vorfreude machten wir uns auf in's Ungewisse. Wir hatten zwar eine grobe Vorstellung, wohin uns der Weg führen soll. Doch in erster Linie wollten wir uns treiben lassen und die Route spontan, vom Wetter und unserer persönlichen Laune abhängig machen. So führte uns die Reise zuerst nach Florida, wo wir uns ein Wohnmobil zulegten. Bezüglich Wohnmobilkauf haben wir einen eigenen Blogbeitrag erstellt. Immer der Sonne folgend fuhren wir der südlichen Landesgrenze folgend, die rund 4000 Kilomter von der Atlantikküste Floridas bis an die wunderschöne Pazifikküste Californiens. Der Weg führte uns durch sieben Bundesstaaten welche ungeahnt vielseitige waren. Über sanfte, grüne Hügellandschaften, durch einsame und karge Wüstenabschnitte, durch mit Riesenkakteen übersähte Prärielandschaften bis hin zu Strassen, die beidseits von engen eindrücklichen Felsformationen gesäumt waren, kamen wir Meile um Meile der Pazifikküste näher. Aber nicht nur die Landschaft hat uns auf dem Weg beeindruckt. Auch Ausflüge wie beispielweise der Besuch der U.S.S. Alabama, ein altes Schlachtschiff aus dem 2. Weltkrieg, welches im gleichnamigen Staat vor Anker liegt, blieb uns in guter Erinnerung. Leider mussten wir dafür in Louisianna feststellen, dass die sonst so hochgelobte Stadt New Orleans wohl nie zu unseren Lieblingsdestinationen gehören wird. Dafür war dann Texas wieder genau unser Ding. Wir verliebten uns nicht nur in die naturbelassenen Strände und die grüne Hügelandschaften, sondern auch in deren bodenständige und herzliche Bewohner. Der Besuch einer spektakulären Rodeo-Show in San Antonio tat sein übriges, dass wir Texas wohl auf ewig in bester Erinnerung behalten werden.  Bei einem Aufenthalt auf einer netten kleinen Ranch in Bandera haben wir ausserdem tolle Menschen kennengelernt, die wir auf unserer weiteren Reise in Illinois wieder besucht haben. Das Cowboyfieber hatte uns gepackt und Jamie war von diesem Zeitpunkt an nur noch mit Spielzeugrevolver und Cowboyhut anzutreffen. Unsere weitere Reise führte uns immer weiter der mexikanischen Grenze entlang zum Big Bend National Park. Der Rio Grande war nicht nur beeindruckend, sondern bildet ausserdem die Grenze zu Mexico, welches dadurch teilweise nur noch den sprichwörtlichen Steinwurf von uns entfernt lag. In New Mexiko kletterten wir mit unseren Plastik-Schlitten auf dem den schneeweissen Sandhügeln des "White Sands Monument" herum und kamen so zu unseren ersten Rodel-Erfahrungen auf Sand. Die Kakteenlandschaft in Arizona war genauso einzigartig wie das "Steam Punk" Treffen in Tuscon, von welchem wir unverhofft Zeuge wurden.  Danach ging es weiter Richtung Westen durch den "Saguaro State Park" und den "Joshua Tree Nationalpark" bis nach Los Angeles, wo wir ausser einer Stadtbesichtigung auch noch ein Nascar Rennen besuchten.

Californien bis Colorado

Entlang des spektakulären Highway 1 fuhren wir anschliessend einer atemberaubenden Küstenlandschaft entlang bis hoch nach San Francisco. Weiter der Sierra Nevada entlang durch das Death Valley bis rüber nach Las Vegas führte unser Weg entlang. Endlich lagen die Temperaturen auch in den National Parks nicht mehr unter dem Gefrierpunkt. So düsten wir nach einem kurzen Abstecher zum "Barringer Crater" mehr oder weniger auf dem direkten Weg hoch in den Grand Canyon, in welchen wir uns vom Fleck weg verliebten. Bei Temperaturen knapp über Null Grad genossen wir zum Abschluss noch einen unglaublichen Sonnenaufgang, der sich über den schroffen Felsklippen erhob und uns wohl ewig in Erinnerung bleiben wird. Was für ein unglaubliches Naturwunder! Die weitere Route führte uns hoch nach Page, wo wir den "Lake Powell" mit einem Motorboot erkundeten und den Horseshoe Bend sowie den Upper und den Lower Antelope Canyon besuchten. Im weiteren Anschluss folgte das aus der Marlboro-Werbung bekannte "Monument Valley", wo wir ziemlich unverhofft in einen kleinen Schneesturm gerieten.  Beim Besuch des "Four Corners National Monument", der Ort, an dem sich New Mexico, Utah, Arizon und Colorado auf einem Punkt treffen, haben auch wir auf der Markierungstafel die obligate Runde Twister gespielt und standen so gleichzeitig mit je einer Gliedmasse in einem anderen Bundesstaat. Weiter ging es in den "Mesa Verde Nationalpark", wo bei unserer Ankunft teilweise noch eine dicke Schicht Schnee lag, so dass Lynn und Jamie in den Genuss ihres ersten Schneemannes in Amerika kamen.

Utah bis Washington

Utah hat uns wirklich umgehauen. Die Landschaft rund um die Stadt "Moab" scheint aus einer anderen Welt zu stammen. Ob beim Wandern unter massiven Steinbögen hindurch oder während der Fahrt, wir konnten uns von der Schönheit der Umgebung einfach nicht sattsehen. Eine wahre Fülle an National- und Stateparks und einer scheint eindrucksvoller und schöner als der andere. Detailliertere Informationen für dieser Region könnt ihr gerne unter der Rubrik Utah nachlesen. Der Weg führte uns weiter zum "Bryce Canyon National Park" sowie einige weitere Parks bis hoch nach Salt Lake City. Nachdem wir auf dem Weg dahin noch die berühmte Test-Rennstrecke auf den Salt Flats besucht haben, wo wir ein paar wunderschöne Drohnenaufnahmen machen durften, ging es für uns Richtung Yellowstone. Wow - dieser Park ist wirklich unfassbar beeindruckend. Wir lernten beim Besuch des ältesten Nationalparks der Welt eine Menge über Vulkanismus und genossen einen einmaligen Mix aus Fauna und Flora. Schon imposant, wenn plötzlich ein ausgewachsener Bison gemütlich neben dir auf der Strasse dahin trottet! Ziemlich schnell ging es danach wieder zurück an die Westküste. Als nächstes stand der "Redwood Nationalpark"mit seinen gigantischen Bäumen auf dem Programm. Anschliessend ging es für uns weiter Richtung Norden an die Canadische Grenze. Die Küste Oregons hat uns dabei sehr gut gefallen, da sie sehr naturbelassen und wild ist. Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt, weswegen wir etwas auf's Gaspedal drückten und ziemlich schnell die Stadt Seattle erreichten. Nebst einem zweitägigen Stadtbesuch stand dort das nächste sportliche Highlight auf dem Programm. Ein Baseballspiel der "Seattle Mariners" gegen die "Texas Rangers".

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Canadische Grenze bis Illinois

In Vancouver begann unsere Zeit in Canada, wo wir Juni und Juli verbrachten. Einen Grossteil davon verbrachten wir auf einer eher zufällig entdeckten Ranch, die  inmitten des Nirgendwo am Highway 20 liegt. Die "Terra Nostra Guest Ranch". Mehr Informationen darüber findet ihr in Kürze im Beitrag zu Canada. Daneben besuchten wir auch "Vancouver Island", die Nationalparks "Banff/Jasper" sowei einige weitere Naturschönheiten. Nach einigen Bedenken stand Anfang August das Glück klar auf unserer Seite.  Wir erhielten erneut ein 6-Monatsvisum für die USA. Zurück in den USA rutschten wir im Städtchen "Omak" mitten in ein Rodeofestival hinein. Die Route, welche uns anschliessend durch die Rolling Hills Richtung Osten an den Atlanik führte, ist auf ihre ganz eigene Weise sehr mystisch und schön. Man trifft selten auf Menschen, dafür lernt man durch die Fahrzeugscheiben eine Menge über die Gesteinsschichten. Nach dem Besuch des "Longhorn Battlefield", wo uns eine Menge über die Siedler und die ehemaligen Indianerstämme vermittelt wurde, besuchten wir das "Mount Rushmore National Memorial". Der eher weniger bekannte "Badlands National Park" haute uns nicht nur wegen der sengenden Hitze aus den Schuhen, sondern auch wegen seiner Schönheit. Ein Klettertrip durch die von Wind und Regen geformten Sandsteinformationen empfehlen wir auf jedenfall. Die Strecke führte uns weiter schnurstracks geradeaus Richtung Osten, wobei links und rechts meilenweit nichts als Maisfelder, Sojabohnenfelder und Windräder auszumachen waren. Ehrlichgesagt - nicht gerade der spannendste Streckenabschnitt auf unserer Tour. Dafür bot das anschliessend besuchte Chicago eine willkommene Abwechslung. Für uns die wohl schönste Stadt in den USA. Wir haben sie ausführlich erkundet und innerlich mit 5 Sternen ausgezeichnet. Etwas weiter südlich von Chicago besuchten wir anschliessend Freunde, welche wir in Texas kennengelernt hatten. Bei ihnen und später bei ihren Kindern durften wir ein paar schöne und ereignisreiche Tage erleben, die wir nicht so schnell vergessen werden. Den Amerikanern wird ja häufig Oberflächlichkeit vorgeworfen. Während unserer Reise haben wir davon kein einziges Mal etwas mitbekommen. Die Herzlichkeit und die Selbstverständlichkeit, mit der wir überall aufgenommen wurden, hat uns tief berührt.

New York bis South Carolina

Auf dem weiteren Weg durfte natürlich der Besuch der Niagara Fälle nicht fehlen. Eine spektakuläre und sehr feuchte Angelegenheit. Nach so langer Zeit ohne das weite Meer, war die Freude um so grösser, als wir kurz darauf in Maine endlich wieder auf den Atlantik trafen. Das Wetter war leider etwas unbeständig, da ein paar Tage zuvor ein Hurrican vor der Ostküste Amerikas wütete. Von Maine aus fuhren wir weiter die schöne Ostküste entang Richtung New York und genossen dabei ein paar erholsame Tage am Meer. New York - die Stadt die niemals schläft! Aus gegebenem Anlass tauschten wir dabei für 3 Tage unser Wohnmobil gegen ein Hotelzimmer im 38. Stock direkt über dem Times Square und tauchten in den Trubel dieser Stadt ein. Nebenbei gönnten wir uns die einmalige Atmosphäre eines Football-Spiels zwischen den "New York Giants" und den "Buffalo Bills". Nachdem wir das hügelige und grüne Pennsylvania mit seinen schönen und geschichtsträchtigen Ortschaften durchquert hatten, besuchten wir auf unserer weiteren Route Richtung Süden das legendäre "Battlefield of Gettysburg". Dieser "National Military Park" ist genauso interessant und lehrreich gestaltet, wie die meisten Parks der Vereinigten Staaten. Die anschliessend besuchte Hauptstadt des Landes, Washington D.C., belegt auf unserer Hitliste der schönsten Städte der USA einen der Spitzenplätze. Dabei hat sicherlich auch das traumhafte Wetter eine Rolle gespielt. Eine eindrückliche Stadt mit all seinen Sehenswürdigkeiten. Im Staat Virginia, trafen wir am First Landing State Park erneut auf den Atlantik. "Virginia Beach" hat uns dabei sehr gut gefallen und obwohl wir auf unserer letzten Etappe zurück nach Florida keine grossen Erwartungen mehr hegten, waren wir doch immer wieder von der Schönheit der Ostküste in Virginia, North und South Carolina beeindruckt. Weisser Sand, warmes Meer und naturbelassene Strände. Besonders "Cape Hatteras" war beinahe unwirklich. Es handelt sich dabei um eine kleine "Off-Shore" Sandbank, welche wenige Kilometer vor der Küste North Carolinas liegt. So verbrachten wir ein paar entspannte Wochen am Meer und genossen es in vollen Zügen. 

Florida

Als wir nach der Durchquerung des Staates Georgia, anschliessend die Grenze nach Florida überquert hatten, erfasste uns eine Welle von Wehmut. Wir hatten Amerika innerhalb von 10 Monaten einmal umrundet und waren nach rund 35'000 km am Ausgangspunkt unserer Reise wieder angekommen. In der Nähe von Tampa quartierten wir uns für die nächsten knapp 2 Monate ein und erledigten dort den ganzen Papierkram, der nach der Entscheidung, einen Pickup sowie einen 5th Wheel zu kaufen und diesen nach Europa zu verschiffen, auf uns wartete. Nebenbei genossen wir natürlich auch das Florida Feeling inklusive dem traumhaften Wetter. In dieser Zeit machten wir auch einige Ausflüge, wie der zum "Crystal River" wo wir mit den Manatees schwammen oder dem Besuch der unzähligen Freitzeitparks, wie dem "Bushgardens", dem "Sea World" und natürlich dem "Walt Disney Magic Kingdom", wo wir Lynn's 10. Geburtstag feierten.

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