Florida - The Sunshine State

Florida ist definitiv einer unserer Lieblingsstaaten in Amerika. Das Klima, die Strände, das Meer, die Tierwelt, die Themenparks und die Palmen machen diesen Staat zu einem kleinen Utopia. Was uns speziell gut gefallen hat und was man in Florida sonst noch beachten sollte, haben wir hier für euch in diesem Beitrag zusammengestellt.


Was findest du hier?

  • Florida's Highlights
  • Die besten Vergnügungsparks - Unsere Top 3!
  • Wichtige Tipps für Florida-Camper
  • Die schönsten Campgrounds Florida's - Unsere Top 5!

FLORIDA Highlights

Florida Keys
Die Florida Keys umfassen über 200 Koralleninseln, welche sich am südlichsten Punkt der USA auf einer Strecke von fast 300 Kilometern wie eine Perlenkette aneinander reihen und die Trennlinie zwischen dem Atlantik und dem Golf von Mexiko bilden. Am südlichen Zipfel dieser Kette liegt die wohl bekannteste Ortschaft "Key West", welche bereits Hemingway zu einigen seiner literarischen Werke inspiriert hat. Sein Haus, in dem er ca. 10 Jahre gelebt hat, ist heute ein Museum und kann für einen moderaten Preis besucht werden. Die Inseln sind durch den Overseas Highway über 42 Brücken miteinander verbunden. Für die Fahrstrecke von Miami nach Key West benötigt man ca. 3 1/2 bis 4 Stunden. Falls möglich, empfehlen wir diese Strecke nicht auf ein Wochenende zu legen. Die Amerikaner nutzen jede Gelegenheit, um mit der Familie einen gemütlichen Ausflug zu machen, wodurch es regelmässig zu grösseren Staus kommt. Ebenfalls würden wir euch an's Herz legen, für die Keys etwas mehr als nur einen Tag einzuplanen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es entlang der Strecke genug, wobei das Motto lautet: "Je näher an Key West, umso teurer wird's". Die Strecke ist wirklich zu schön, um sie einfach nur in einem Tag runter und wieder hochzubrettern. Die Inseln laden mit ihren traumhaften weissen Stränden immer wieder zum Verweilen ein. Je südlicher man kommt, desto tropischer wird die Landschaft. Das Meer ist glasklar schimmert in einem intensiven tükisblau. Für Schnochelfans sind die Keys ein absolutes Mekka. Das Great Florida Reef ist das drittgrösste lebende Korallenriff der Welt und liegt wenige Kilometer von den Florida Keys enfernt. Die schönsten Riffe liegen in der Nähe von Key Largo.


Robbie's auf der Insel Islamorada
Ungefähr auf halbem Weg zum Southernmost Point liegt die "Robbie’s Marina". Hier handelt es sich um einen kleinen Hafen mit schönen Stränden, guter Musik, einigen Bars und Seafood-Restaurants, sowie diversen Ausflugsmöglichkeiten. Neben Angler- und Schnorchelausflügen per Boot kann man hier auch den grossen "Tarpon", eine hier vorkommende Fischart, füttern. Um einen solchen Fisch namens "Robbie" rankt sich hier eine Legende der dem Flecken seinen Namen gegeben hat. Nach dieser Fischart wird hier auch geangelt, am Steg gleich ausgenommen und auf Wunsch auch zubereitet. Viele Touristen kommen extra hierhin um genau das zu tun. Wir verzichteten darauf und genossen lieber die Stimmung zwischen den zahlreichen Souveniershops und den Pubs. Die fliegenden Fischinnereien sind eine willkommene Nahrungsquelle für Pelikane, die sich aus diesem Grund hier in Scharen versammeln. Uns hat der etwas hippiemässig angehauchte Ort sehr gut gefallen.


Southernmost Point

Southernmost Point beschreibt den südlichsten Punkt der kontinentalen USA und gilt als historische Sehenswürdigkeit in Key West. Er liegt am Rand des Stadtteils "Upper Duval" an der Ecke Whitehead Street und South Street. Für amerikanische verhältnisse ist dieser Ort erstaunlich schlicht gehalten. Eine bunt bemalte Betonskulptur in Form einer Boje ist alles, was auf dieses geografische Highlight hindeutet. Die Betonboje ist jedoch ein beliebtes Fotomotiv und je nach Personenaufkommen sollte man etwas Geduld für sein Souvenirfoto mitbringen. Die Wartezeit hielt sich bei uns zum Glück in Grenzen. Nach ca. 10 Minuten waren wir an der Reihe, um das obligate Selfie zu schiessen. Nur ein paar Meter neben dem Monument steht seit 1917 eine kleine, weisse Hütte. Diese sogenannte "Kabelhütte" diente damals dazu, die Landlinie und die Unterwasserlinie des Telegrammkabels, welches zwischen Key West und Havana verlegt wurde, zu schützen.


Unterkunfts-Vorschlag für den Key-Trip
Das Coconut Cay Resort & Marina liegt auf der Insel Marathon. Wir können das Resort wärmstens empfehlen. Die Zimmer sind auf mehrere kleinere Häuser aufgeteilt und sind schön eingerichtet und sauber. Da die Keys bekannt sind für die sonst doch sehr teuren Unterkünfte, finden wir das Preisleistungsverhältnis von diesem Resort absolut ok. Das Frühstück ist nicht üppig, aber im Preis inklusive und kann auch mit aufs Zimmer genommen werden. Wir haben unser Frühstück auf einem der zahlreichen Picknicktischen auf dem Areal genossen.


Video der Fahrt von Miami nach Key West zum Southernmost Point

Everglades
Die Everglades muss man besucht haben wenn man in schon Florida ist. Wir empfehlen sie nicht auf der Interstate 75 zu durchqueren, sondere auf der südlich davon gelegenen US-41, dem "Tamiami Trail". Auf dieser Strecke sieht man am Strassenrand immer wieder Alligatoren liegen, die sich dort zum Sonnen und/oder Schlafen ausgestreckt haben. Wir, wie auch sämtliche Parkranger, raten dringend davon ab, ein Close-Up-Selfie mit diesen Riesenechsen zu schiessen. So träg sie auch auf den ersten Blick scheinen, so explosionsartig kann dieses Tier plötzlich in die Offensive gehen. Leider vergessen das viele Touristen und stellen sich für ein tolles Foto trotzdem sehr nahe neben die Alligatoren. Das als tropische Marschland geltende Gebiet ist eigentlich ein sehr träge dahinfliessender Fluss, der von schönen Mangrovenwälder und Sumpf- und Schilfgrasflächen durchwachsen ist. Es erstreckt sich auf rund 6000 Quadratkilometer und scheint schier endlos. 


Gator Park

Auf dem "Tamiami Trail" befinden sich unzählige Airboat-Tour Anbieter. Einige davon befinden sich auf der rechten Strassenseite (wenn man Miami im Rücken hat), andere auf der linken. Die Bootstouren auf der rechten Seite scheinen sich auf einen eher kleinen Flusslauf zu beschränken, der sich der Strasse entlang zieht. Links davon gehen die Touren teilweise weit in's Marschland hinein, was in unseren Augen rein landschaftlich schon erstrebenswert ist. Also links bleiben. Wir haben zum wiederholten Mal den Anbieter namens "Gator Park" ausgewählt und waren erneut begeistert. Der "Gator Park" liegt etwa eine halbe Stunde Autofahrt von Miami Beach entfernt. Für $ 85.- (für eine vierköpfige Familie) kann man hier an einer 20-minütige Airboat-Tour inklusive anschliessender Gator-Show teilnehmen. Die Guides die wir bisher erlebt haben, haben diese Show wirklich sehr lebhaft und witzig gestaltet. Man lernt viel über Alligatoren und Krokodile, aber auch über all die sonst noch in den Everglades lebenden Tieren. Es lohnt sich also, nach der Boots-Tour noch etwas zu bleiben. Auch die Airboat-Tour, durch und über diese scheinbar endlose Wüste aus Schilfgras, ist ein echtes Erlebnis. In etwas gemässigterem Tempo geht es dabei teilweise durch die Mangrovenwälder, wo man die Alligatoren im und am Wasser bestaunen kann.


Video der Airboat Tour im Gator Park in den Everglades und vom wunderschönen Sonnenuntergang am Naples Pier

Naples
Der Naples Pier ist vor allem für seinen atemberaubenden Sonnenuntergang berühmt und ist unserer Meinung nach wirklich einer der schönsten Floridas. Wenn sich die untergehende Sonne langsam hinter dem Horizont verabschiedet und sich der Himmel in einem intensiven Orange verfärbt, scheint es, als ob man im Paradies angekommen ist. Auch der Strand in diesem Bereich ist traumhaft. Weisser Sand so fein, dass er sich wie Puderzucker anfühlt und unter den Füssen knirscht. Nach einem nassen Vergnügen im warmen Golf von Mexiko, kann man auf dem langen Pier den Fischern beim Angeln zuschauen und dabei ein leckeres Eis geniessen.

Blind Pass Beach / Manasota
Die Westküste Floridas bietet sehr viele traumhaft schöne Strände. Die bekanntesten sind sicherlich diejenigen auf "Siesta- und Longboat Key". Der "Blind Pass Beach" in Manasota liegt knapp 85 Kilometer nördlich von Fort Myers und gehört unserer Meinung nach definitiv auch auf die Liste der schönsten Strände Floridas und ist in jedem Fall ein Abstecher wert. Ein naturbelassener Strand, der den zahlreichen Besuchern nach leider kein Geheimtipp ist, was sich bereits bei der Parkplatzsuche bemerkbar macht. Der Strandabschnitt ist auch bekannt für die vielen Haifischzähne, die man im Sand findet. Viele Strandbesucher, bewaffnet mit Sieben und Keschern suchen eifrig den Beach danach ab. Ein bisschen wie eine Schatzsuche, die Gross und Klein gleichermassen begeistert.

Video von unserem Besuch des Blind Pass Beach 

Schwimmen mit den Manatees / Crystal River
Unser persönliches Highlight in Florida und ein MUST wenn man diesen Staat besucht! Der "Crystal River" ist bekannt dafür, dass sich hier die Manatees sehr wohl fühlen. Sie lieben es, das Seegras am Grund des Flusses abzuweiden und sich in der Nähe der zahlreichen Quellen aufzuhalten. Im kristallklaren Wasser kann man zusammen mit den Manatees schnorcheln und die Tiere aus nächster Nähe beobachten. Mit etwas Glück, lassen sich diese Tiere auch anfassen. Der "Crystal River" liegt am Golf von Mexiko und ist in ca. 1 1/4 h mit dem Auto von Tampa aus erreichbar. Für dieses Erlebnis lohnt sich der Umweg dorthin allemal. Wir haben uns für eine Tour mit dem "Family Adventure Charters" Anbieter entschieden und waren mehr als zufrieden. Für uns war es definitiv ein Glücksgriff und wir würden diesen Anbieter jederzeit wieder auswählen. Der Guide auf dem kleinen Boot (Floss) war ein sehr angenehmer Zeitgenosse und versorgte uns mit vielen interessanten und spannenden Informationen. Sie machen die Tour nur in kleinen Gruppen und wir hatten sogar das Glück, das ganze Boot für uns alleine zu haben. Die Ausrüstung (Neopren, Schwimmnudel,  Taucherbille und Schnorchel) ist im Preis inbegriffen und waren absolut hochwertig. Dies ermöglicht mitunter ein wirklich einmaliges Unterwassererlebnis in Gesellschaft dieser riesigen und gutmütigen Kolossen. Wir hatten ganz zum Schluss dann noch das Glück, das ein Baby Manatee sich bei uns seine Streicheleinheiten abholen wollte. Die Auflagen in Bezug auf die Interaktion mit den Tieren sind wirklich streng und die Strafen bei Zuwiderhandlungen angeblich drastisch. Wenn das Tier nicht zu dir kommt, dann war's das. Manchmal braucht man halt Glück. Für uns war es jedenfalls ein einzigartiges Erlebnis, welches wir so schnell nicht vergessen werden. 

Kleiner Tipp:
Es lohnt sich früh aufzustehen und die erste Tour am Morgen zu buchen! Alles ist noch ruhiger und die Chance auf zahlreiche Manatees zu treffen ist grösser. Also den Wecker früh stellen und raus aus den Federn.

 

Video von unserem Ausflug  zu den Manatees im Crystal River

Die besten Vergnügungsparks - Unsere Top 3


Florida ist DAS MEKKA für Fans von Vergnügungsparks - oder "Theme Parks" wie sie in den USA genannt werden. Während unseres Aufenthalts in Florida haben wir folgende Vergnügungsparks besucht:

  • Kennedy Space Center
  • Universal Studios
  • Universal Studios / Island of Adventure
  • Disney Magic Kingdom
  • Seaworld
  • Busch Gardens

Von den diesen Parks haben es die Folgenden in unsere TOP 3 Hitliste geschafft:

Kennedy Space Center
Nicht nur für Weltraumfans ein Besuch wert! Das Angebot des "Kennedy Space Center" beinhalten für alle Altergruppen etwas. Von der gigantischen "Saturn V" bis hin zum ehrwürdigen "Space-Shuttle Atlantis" ist alles vertreten. 3-D Filmvorführungen, ein Ritt in dem Space-Shuttle Start Simulator, die Bustour vorbei am riesigen "NASA Vehicle Assembly Building" sowie viele weitere interaktive und informative Bereiche runden das Angebot ab und lassen den Tag wie im Nu verfliegen.


Video von unserem Ausflug ins Kennedy Space Center 

Universal Studios / Island of Adventure
Gemeinhin als "Universal Studios" bezeichnet, umfasst dieser Themenpark drei Bereiche. Das eigentliche "Universal Studio", das "Island of Adventure" und der Wasserpark "Volcano Bay" (und natürlich zahlt man überall extra oder kauft sich ein extrem teueres Kombi-Ticket). Den Wasserpark haben wir nicht besucht und können daher keine Bewertung abgeben. Von den beiden anderen Parks hat uns aber das "Island of Adventure" weitaus besser gefallen . Der Park ist abwechslungsreicher und insgesamt bietet er mehr für's Geld. Die wohl mit Abstand beste Achterbahnritt in diesem Themenbereich, bzw. die beste Achterbahn die wir je gefahren sind, ist die "Hagrid’s Magical Creatures Motorbike Adventure". Die Kombination von immer wiederkehrenden Beschleunigungen, dem weichen und trotzdem rasanten Fahrgefühl und der ganzen themenbezogengen Kulisse war einzigartig! Ausserdem bietet der "Ritt" eine ungeahnte Überraschung, die wir aber an dieser Stelle nicht verraten wollen.  Das lange Anstehen hat sich wirklich gelohnt.

 

Video von unserem Besuch des Universal Studios - Island of Adventure in Orlando

Busch Gardens
Unser Favorit unter all den Vergnügungsparks in Florida. Der Park ist im afrikanischen Stil gebaut und bietet eine Kombination aus Vergnügungspark und Zoo. Dieser Mix macht den Besuch für die ganze Familie extrem spannend. Die Anlage ist schön angelegt und die zahlreichen Achterbahnen machen Spass und zählen zu den höchsten, längsten und schnellsten in den USA. Unsere Lieblingsbahn war hier ganz klar die "Cheetah Hunt". Sie ist dem Jagdverhalten eines Geparden nachempfunden und ist der absolute Wahnsinn! Der Vorteil bei dieser Attraktion ist, dass auch Kinder mit einer Körpergrösse von 122 cm bereits mitfahren dürfen. Somit ist sie die ultimative Familienachterbahn.

 

Video von unserem Besuch des Bush Gardens Themenparks in Tampa

Wichtige Tipps für Florida-Camper

Hier sind noch einige zusätzliche Informationen, welche in unseren Augen für den Camping-Urlaub in Florida wichtig sind. Besonders in diesem Staat ist ein Campingplatz in Strandnähe sehr zu empfehlen. Florida beherbergt wohl eine der grössten Stranddichte der USA. Hier reihen nicht nur besonders viele, sondern auch besonders schöne Strände aneinander. Die meisten Campingplätze auf unserer Reise haben wir nicht im Voraus gebucht. Während das sonst selten ein Problem darstellte, mussten wir in Florida leider feststellen, dass das hier nicht funktioniert. Besonders die Plätze an der Beachfront waren häufig bereits weit im Voraus ausgebucht. Das liegt hauptsächlich daran, dass Florida ein sehr beliebtes Ziel für Nomaden-Renter, auch genannt "Snowbirds", ist. Diese verbringen besonders die Wintermonate in ihren riesigen Wohnmobilen im warmen Florida. Deswegen ist hier auch in diesen Monaten Hochsaison. Von November bis April platzen hier die Campingplätze aus allen Nähten. Je näher am Meer, desto schlimmer wird's. Mit etwas Glück ergattert man trotzdem noch einen der letzten freien Plätze, wodurch wir trotzdem noch zu einigen schönen Tagen am Meer kamen. Einzig die Preise sind der Auslastung folgend in dieser Saison natürlich sehr hoch. Aber der Blick auf das weite Meer und das sanfte Wellenrauschen beim Einschlafen lassen den Schmerz schnell verebben. Doch auch wenn man nicht soviel Glück hat, es gibt auch im Landesinnern ein paar sehr schöne Campingplätze.
Zu der ganzen Situation kommt erschwerend hinzu, dass einige Campingplätze nur Gäste im Alter von +55 beherbergen. Zum Glück sind das eher die Ausnahmen. So drückten wir nicht selten den Altersdurchschnitt eines Campgrounds ordentlich in die Tiefe und trotzdem wurden wir nie als Aussenseiter abgestempelt. Ganz im Gegenteil. Die Snowbirds stellten sich als sehr kontaktfreudige, freundliche und hilfsbereite Zeitgenossen heraus, die natürlich auch gerne mal einen Schwank aus ihrem Leben zum Besten geben. Wir persönlich schätzten die Kontakte mit den Snowbirds sehr und fanden es spannend, was sie aus den "good old days" zu berichten hatten. Nicht selten waren natürlich auch Kriegs-Veteranen darunter. Die gigantischen Gefährte, mit denen sie unterwegs sind, erinnern von Aussen wie von Innen an die Tour-Busse der Stars und Sternchen.  Luxus pur mit allem Schnickschnack. Dem nicht genug, ziehen sie hinter ihren extravaganten Reisecars zumeist noch einen ausgewachsenen Personenwagen her. Eine rollende Garage sozusagen. Viele haben dafür ihr festverbautes Heim aufgegeben und eine spezielle Führerscheinprüfung braucht man dafür in den USA auch nicht. Also los! In Europa wäre sowas unvorstellbar. Für europäische Verhältnisse ist bereits unser Gespann ein kleiner "Riese", aber im Vergleich zu denen wirkte unser Gefährt wie ein kleiner Smart. 

Unser Tipp:
Wer für zwei Wochen einen entspannten Campingurlaub in Florida verbringen möchte, sollte seine Campingplätze früh genug buchen. Nichts desto trotz lieben wir Florida! Auch mit dem Camper.

Die schönsten Campgrounds Florida's - Unsere Top 5

Gamble Rogers Memorial State Recreation Area

Lage: Der Statepark liegt an der Ostküste direkt am Atlantischen Ozean und befindet sich eine halbe Stunde Autofahrt nördlich von Daytona. Schon die Anfahrt dorthin ist spektakulär und führt auf schmalen Strassen unter mit spanischem Moos bewachsenen Bäumen hindurch. Die Strecke schlängelt sich entlang zahlreicher Kanäle, welche sich herrlich zum Kanufahren eignen, bis hin zum Meer.
Campingplatz: Dieser Statepark ist in zwei Bereiche unterteilt. Der eine Teil des Campingplatzes liegt, umgeben von den vielen Kanälen, im hinteren Bereich des Parks. Wir empfehlen die Stellplätze auf dem vorderen Bereich zu buchen, da diese direkt an der Küste am Flagler Beach liegen und man zum Grossteil vom Wohnmobil aus direkt aufs Meer blicken kann. Sogar wenn man nur noch einen Platz in zweiter Reihe erwischt hat, wird man sanft zum Rauschen des Meeres in den Schlaf begleitet. Die Anlage ist schlicht gehalten und auch die Sanitäranlagen versprühen nicht gerade viel Charme. Sie waren aber immerhin sauber und der Wasserdruck liess sogar eine ordentliche Körperpflege zu. Wasserdruck und Zustand der Duschhäuser sind nebenbei erwähnt in den meisten Campinganlagen nicht mit dem europäischen Standard vergleichbar. Die Stimmung auf dem gesamten Areal ist locker, entspannt und angenehm. Aber das Highlight ist sicherlich der unmittelbar angrenzende Strand. Naturbelassen leuchtet der Strand der Sandfarbe wegen in einem intensiven orange-braun und erstreckt sich soweit das Auge reicht nach Norden und Süden. Dieser Teil der Ostküste ist ziemlich ruhig und nicht so überfüllt.
Preis: Der Stellplatz mit Sicht auf den Atlantik hat zum damaligen Zeitpunkt $30 / Nacht gekostet und beinhaltete Strom und Wasser. 

 

Video der Fahrt von Titusville aus zum wunderschönen Gamble Rogers Memorial State Recreation Area Campground am Flagler Beach.

Jetty Park Canaveral Port Auth Campground

Lage: Auch dieser Campingplatz liegt an der Ostküste direkt am Atlantik. Er liegt etwa in der Mitte der Ostküste Floridas. Die Anlage ist eingebetet zwischen dem Atlantik und der Hafenanlage "Port Canaveral", südlich des NASA Stützpunktes "Cape Canaveral", wo man in der Ferne sogar noch dieses Ungetüm von Montagehalle erkennen kann.  Der Ort liegt ca. 3 Fahrstunden nördlich von Miami. Als Ausgangspunkt für den Besuch des rund 30 Autominuten entfernten "Kennedy Space Center" liegt er ideal. Zudem ist man in weniger als 15 min bereits beim berühmten "Ron Jon Surf Shop" in Cocoa Beach. Ein Ausflug zu diesem weltbekannten Surfshop ist fast schon ein Muss, wenn man in dieser Gegend ist.
Campingplatz: Aufgrund seiner Lage muss man sich nicht wundern, wenn man ab und zu mal einem Kreuzfahrtschiff oder einem vorbeifahrenden U-Boot begegnet. Mit etwas Glück kann man von hier aus auch einen Raketenstart bestaunen. Leider waren wir etwas zu früh dran, so dass wir leider nicht in den genuss kamen. Auch die vielfältige Tierwelt hat uns hier sehr beeindruckt. Am Pier angebrachte Schilder mit der Aufschrift "Bitte die Delfine nicht füttern" lässt erahnen, dass man hier wohl auf ein paar Exemplare trifft. In unserem Fall haben wir nebst Delfinen, Ospreys und Pelikanen auch noch ein paar Wasserschildkröten beobachten können, welche gemütlich schwimmend Algen gefressen haben. Der Strand ist wunderschön, naturbelassen und absolut nicht überfüllt. Das Meer war während unseres Aufenthaltes (ca. Mitte Oktober) angenehm warm, ruhig und für die Kinder optimal zum Baden, da der Strand bis weit hinaus flach abfallend war. Die Atmosphäre auf dem Campingplatz war wie gewohnt in Amerika, sehr angenehm und locker. Auch bei diesem Campingplatz haben die Waschhäuser eher keinen Orden verdient. Sehr spartanisch und nur mit dem nötigsten ausgestattet. Die Lage zum Beach und das ganze Flair drumherum machen diesen Campground jedoch sehr preiswert!
Preis: Der Stellplatz mit Wasser, Strom und Abwasser (full hookups) hat zum damaligen Zeitpunk $39 / Nacht gekostet.

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Video der Fahrt von Kissimmee nach Cocoa Beach zum berühmten Ron John Surf Shop und dem Jett Park Canaveral Campground, wo wir zwei tolle Tage am Beach, mit Sea Turtles und mystischem Sonnenaufgang verbrachten

Indian Pass Campground

Lage: Direkt an der wunderschönen "Indian Pass Bucht" gelegen, bietet dieser Campground eine an Robinson Crusoe erinnernde Atmosphäre. Eingebetet unter Palmen und direkt an einem traumhaften Strand, kann man die zahlreichen Delfine und Pelikane beobachten. Der Campingplatz liegt im Nordwesten von Florida am Golf von Mexico. Dieser Bereich von Florida nennt man "Penhandle". Man erreicht ihn nach einer ca. 3 1/2 h Fahrt von Pensacola aus. Der "Indian Pass" ist über eine Brücke erreichbar und liegt am Ende eines vorgelagerten Inselstreifens. 
Campingplatz: Wie bereits eingangs erwähnt, fühlt man sich hier wirklich ein bisschen wie auf der Insel von Robinson Crusoe. Die Lage ist atemberaubend, abenteuerlich und sehr friedlich. Da der Campingplatz am äussersten Ende eines Inselstreifens liegt und es ausser diesem lediglich noch ein paar private Häuser gibt, findet man hier Ruhe und Gelassenheit. Wir hatten das Glück, dass jeden Morgen und Abend eine Delfinfamilie direkt vor unserem Stellplatz auf Beutezug war. Ein einmaliges Erlebnis, dieser organisierten Jagt aus nächster Nähe zuschauen zu dürfen. Das gegenüberliegende "St. Vincent Island" ist unbewohnt und gilt als "National Wildlife Refuge". Gleich neben dem Campingplatz gibt es eine kleine Fähre, mit welcher man der Insel einen Besuch abstatten kann. Auf der Insel gibt es aber weder trinkbares Wasser noch Telefonnetz, dafür aber eine einmalige und beinahe unberührte Natur mit diversen Tierarten. Die Infrastruktur auf dem Campingplatz ist sehr primitiv gehalten. Kurz vor unserem Besuch verwüstete ausserdem ein Unwetter den Landstreifen, wodurch es zu einigen Einschränkungen bei der Netzabdeckung kam. Der Platz verfügt aber grundsätzlich über alles was man braucht.
Preis: Die Stellplätze an direkter Wasserfront kosteten zum damaligen Zeitpunkt $42 / Nacht und sind mit Strom und Wasser ausgestattet.

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  • 00 - Indian Pass Campground 07
  • 02 Indian Pass Beach 44a

Video des wundervollen Indian Pass, der bei uns ganz weit oben in der Hitliste der schönsten Campingplätze Amerikas steht

St. Petersburg/Madeira Beach KOA

Lage: Dieser Platz liegt liegt nicht direkt am Meer, befindet sich aber nur wenige Autominuten vom Golf von Mexico entfernt. Ein ideal gelegener Ort, um etwas die Gengend um St. Petersburg zu erkunden. Sei es die Ortschaft "Madeira Beach" mit dem berühmten "John’s Pass", wo sich auf einem netten Pier viele schöne Restaurants und Souvenirshops aneinander reihen und man einen weiteren traumhaften Sonnenuntergang geniessen kann, oder "Treasure Island" sowie "St. Pete Beach". Sie alle sind einen Besuch wert. Der Campground liegt ca. 40 Autominuten süd-/westlich von Tampa.
Campingplatz: Die Poollandschaft mit Jacuzzi und die Sanitären Anlagen sind schön gehalten und sauber. Da der Campground an einem Kanalsystem liegt, welches von schönen Mangrovenbäumen eingesäumt ist, kann man hier wunderbar Kajak fahren. Kajaks wie auch Fahrräder können auf dem Campingplatz gemietet werden.
Preis: Die Stellplätze sind sehr teuer, was hier sicherlich die Lage ausmacht. In der Hauptsaison von November bis März beginnt der günstigste Stellplatz bei damals $95 / Nacht und in der Nebensaison beginnen die Preise bei damals $53 / Nacht inklusive Strom und Wasser.


Video der Fahrt von Bushnell nach nach St. Petersburg auf den St. Petersburg/Madeira Beach KOA Campground

Lazydays RV Resort, Seffner

Lage: Dieser Campingplatz hat uns wirklich vollends überzeugt, obwohl er nicht am Meer gelegen ist. Der Platz liegt rund 20 Autominuten östlich von Tampa und befindet sich direkt an der Route von Tampa nach Orlando.
Campingplatz: Die Infrastruktur auf diesem Platz ist für einen amerikanischen Campingplatz top! Die Duschen sind in einem top Zustand und sauber, die Poolanlage inklusive Jacuzzi ist schön gestaltet, mit einem riesigen Moskitonetz überdacht und ausserdem beheizt. Zudem verfügt der Campground über einen Tennisplatz. Die Tennisschläger und Bälle dazu kann man gratis im Office abholen. Auch der Spielplatz und der Rest der Anlage ist schön gepflegt und wurde mit viel Liebe angelegt. Gleich neben dem Pool gibt es ein leckeres kleines Restaurant namens "Exit 10", welches vom Preis/Leistungsverhältniss her absolut in Ordnung ist.
Preis: In der Hauptsaison von November bis April zählt dieser Stellplatz mit damals $52 / Nacht sicherlich zu den etwas teureren Plätzen. In der Nebensaison bezahlt man von Mai bis Oktober damals $35 / Nacht. Alle Plätze sind mit Wasser, Strom und Abwasser ausgestattet. Zudem ist bei jeder Übernachtung das Frühstück inklusive (ausser an Sonntagen). Dieses kann mittels Gutscheinen im Lazydays Hauptgebäude am Buffet eingenommen werden.


In diesem Video bekommt man einen Eindruck vom Lazydays Resort Campground in Seffner, wo wir für etwas 6 Wochen abgestiegen sind und uns sehr an's Herz gewachsen ist.


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